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Montag, 7. März 2016

Gedanken zum 6.3.

Die Nazis waren dieses Jahr spät dran. Statt des 5.3. jetzt also der 6.3. Und, zur Vorwarnung, es gibt weitere Ausweichtermine: Chemnitz wurde insgesamt sechs mal während des II. Weltkrieges bombardiert. Mit den jeweils darauf folgenden Tagen ergeben sich also reichlich Alternativen, wenn den Nazis ihr Trauertag mal wieder nicht recht gelegen ist. 

Donnerstag, 6. März 2014

Rede zum 05. März

Am 5. März 1945 wurde Chemnitz von schweren Bomberangriffen getroffen. Nazis nutzen diesen Tag gerne, um an die "armen unschuldigen Deutschen, die dabei starben" zu erinnern. In dieser Argumentation sind die Täter und Opfer Rollen klar verteilt. Böse Alliierte, arme Deutsche. 

Dieser Darstellung und Vereinnahmung von Geschichte haben sich auch dieses Jahr wieder Menschen in den Weg gestellt. Vielleicht können wir nicht verhindern, dass manche Menschen das glauben wollen, was sie da erzählen. Aber wir müssen nicht tatenlos zusehen, wie sie durch unsere Straßen ziehen und diese Lügen verbreiten. Mein Dank gilt deswegen vor allem den Teilnehmern der Blockade, die, wie schon im letzten Jahr, den Nazis einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. 

Für alle, die es nicht hören konnten oder gerne nachlesen wollen ist hier ein kleiner Redebeitrag, den ich auf der verdi Demo halten durfte:

Donnerstag, 27. Februar 2014

Asylrecht ist unantastbar

Der zweite Brückenabend ist gerade vorbei, aber fast alle bleiben noch im Raum, um sich zu unterhalten. Eine ältere Frau, die in der Reihe vor mir gesessen hat, dreht sich um. "Und Sie haben hier die ganze Zeit fleißig mitgeschrieben - ist das ein Protokoll?" 

Nein Protokoll würde ich das nicht nennen, was ich am 26. Februar zum Brückenabend aufgeschrieben habe. Oder zum Vernetzungstreffen verschiedener Gruppen im Tietz am 20. Februar. Oder zum Initiativtreffen bei der AG In- und Ausländer am 19. Februar. Denn zur Zeit beschäftige ich mich intensiv gemeinsam mit vielen anderen Menschen mit den Problemen in Ebersdorf und Hilbersdorf. Dabei geht es auch immer wieder um die Asyl Erstaufnahmeeinrichtung. Ich sitze dann da, meist still, und höre zu und notiere so für mich: Wie ist die Stimmung, was sind die Bedürfnisse, was Lösungsansätze. Denn zuerst einmal will ich die Situation verstehen.